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Segment für kleine Serien, Elektronik- und Apparatebau (Grosskonzern)

 

Ausgangslage

Mit externer Unterstützung (TU-München, Prof. Dr. Horst Wildemann, heute TCW der TUM) wurde das Produktionssegment für grosse Serien in einem Grosskonzern erfolgreich reorganisiert. Das Produktionssegment für kleine Serien war immer noch nach traditionellen Fertigungsmethoden strukturiert und die Kennzahle entsprachen nicht mehr den Anforderungen des Marktes und der Firmenstrategie. Im Weiteren hatte der Segmentleiter keine Einsicht, dass eine Veränderung notwendig war.

 

Lösungskonzept

  • Nebst der Verantwortung über alle 3 Produktionssegmente leitete ich persönlich auch das Segment für grosse Serien. Als erstes tauschte ich mit meinem Kollegen und untergebenen Segmentleiter für kleine Serien die Segmentleitungen. Er übernahm das bereits reorganisierte Segment für grosse Serien und ich leitete, zusätzlich zur Gesamtleitung, das Segment für kleine Serien.
  • Anschliessend initiierte ich ein Reorganisationsprojekt mit dem Ziel einer Elektronik-Kleinvolumenproduktion auf Weltklasseniveau. Es ging darum, angepasst auf die unterschiedlichen Verhältnisse der Produktionsvolumen, moderne Produktionsmethoden auch in diesem Segment umzusetzen sowie eine generelle Bereinigung der Prozesse und Produkte durchzuführen.
  • Als erstes wurde, zusammen mit allen Stakeholdern, eine Strategie für das Segment erarbeitet. Diese sah eine Konzentration auf das Kerngeschäft und die Kernprozesse vor. Für die übrigen Produkte, teilweise auch für Drittkunden, wurde nach andern Lösungen gesucht. Für die übrigen Prozesse (nicht Kernprozesse) wurde nach internen und externen Partner gesucht.
  • Danach wurde das Projekt strukturiert und gestartet. Die Struktur umfasste klare Zielsetzungen, eine Projektorganisation mit Teilprojekten und entsprechenden Verantwortlichkeiten, einen Zeitplan sowie speziell definierte Massnahmenpakete.
  • Die grösste Schwierigkeit lag darin, dass keine Volumensteigerung in Aussicht war und deshalb die Einsparungen direkt mit der Reduktion von Arbeitsplätzen verbunden war. Im Weiteren galt es, die Mitarbeitenden davon zu überzeugen, dass auch bei kleinen Volumen moderne Produktionsmethoden erfolgreich eingesetzt werden können. Ein beharrliches Suchen nach neuen Lösungen war schlussendlich der Schlüssel zum Erfolg.

 

Resultate

  • Das Projekt konnte bereits nach 18 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Zielsetzungen wurden dabei erreicht
  • Die Montagedurchlaufzeit wurde von 4-6 Wochen auf 2 Wochen reduziert
  • Die Termintreue von 30-50% in einem Quantensprung auf 92% erhöht
  • Der FPY von 20-60% auf über 90% erhöht
  • Die Kosten um 25% gesenkt
  • Die Teamfähigkeit verbessert und die Kompetenz bezüglich moderner Produktionsphilosophien massiv gesteigert, was insbesondere auch die Marktchancen der Mitarbeitenden entscheidend verbesserte.